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Dorferneuerung / Bauberatung
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Mit der gegebenen Vielfalt der Handlungs- und Fördermöglichkeiten in der Dorferneuerung geht ein umfassender Bedarf an projektbezogenen Informations- und Beratungsleistungen einher, dem durch die kontinuierliche Fachberatung eines Planungsbüros aus dem Fachbereich Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung entsprochen werden soll.
Die Fachberatung soll sowohl von der Gemeinde als auch von Privatpersonen aus dem Ort in Anspruch genommen werden können und wesentlich zum positiven Gelingen der Dorferneuerung beitragen.

Wir beraten seit 1992 in der Hessischen Dorferneuerung, so u.a. in Schlitz-Hutzdorf (1992-2000), Lauterbach-Allmenrod (1993-2001), Kirtorf-Gleimenhain und -Wahlen (seit 1998) und Grebenau-Eulersdorf (seit 2001).

Beispiele aus der Beratung sehen Sie im folgenden:


 
...  
Dorferneuerung vorher Dorferneuerung nachher
Ein Gutshof in Sachsen-Anhalt vor ...

... und nach der Sanierung

Dorferneuerung vorher Dorferneuerung nachher
Vor der Sanierung und dem Umbau Hier wurden (durch den Anbau eines Treppenhauses) neue separate Wohneinheiten geschaffen

Dorferneuerung vorher Dorferneuerung nachher
Eine rheinhessische Hofreite vorher ... ... und nachher:
mit 5 Wohnungen von 70 bis 85 m²

Dorferneuerung nachher Dorferneuerung nachher
Umbau und Schließung einer Baulücke Schaffung einer separaten Wohnung im Dachgeschoß
Dorferneuerung nachher Dorferneuerung nachher
Dach- und Fassadensanierung, Erneuerung der Haustür mit Vordach und Geländer

Scheunenumbau zu 2 Wohnungen
Dorferneuerung vorher Dorferneuerung: Gestaltungsvorschlag
Sanierungsbedürftiges Gebäude und 2 Gestaltungs- bzw. Umbauvorschläge: hier Sanierung
Dorferneuerung: Gestaltungsvorschlag
und hier mit der Schaffung eines Ladens im EG und einer Wohnung im OG  
   
   
 
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Förderfähige Materialien nach Gewerken geordnet
Ausführungsbeschreibung für Einzelgewerke
(gültig für das Hessische Dorferneuerungsprogramm)

Vor Beginn von Sanierungsarbeiten muß ausreichend geprüft werden, ob und in welchem Umfang Bauteile erneuert werden müssen. So ist es z.B. bei Dachdeckerarbeiten oft sinnvoll, einen Teil der Dachfläche umzudecken und nur die übrige Fläche neu einzudecken. Da die häufigsten Sanierungsfälle Fachwerkgebäude betreffen, muß geprüft werden, welche Materialien für welchen Zweck eingesetzt werden. Insbesondere sind nur wenige Materialien für die Ausfachung und die Wärmedämmung geeignet (siehe hierzu auch die Broschüre "Holzbau im ländlichen Raum). Im Zweifelsfall ist eine fachliche Beratung wie z.B. vom Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege Fulda hinzuzuziehen.

1. Abbrucharbeiten
Holz, Holzwerkstoffe, Lehm, Ziegel, Fensterrahmen, Sand, Schlacke etc. sind nach Möglichkeit sorgfältig abzubauen, zu lagern und wiederzuverwerten.

2. Maurerarbeiten
Entsprechend den statischen, schallschutztechnischen und wärme-schutztechnischen Erfordernissen, vorzugsmäßig jedoch Mauerwerk aus Ziegeln (MZ, MLz, LLz, PMz, KMz, KHLz) und Kalksandstein (KSV, KDSL, KSB, KSHbl). Alternativ : Leichtbetonsteine (mit Zuschlägen aus Ziegelsplitter und Blähton), Natursteine (Granit, Sandstein, Porphyre, Kalkstein, Basalt etc.) je nach Verfügbarkeit.

3. Beton- und Stahlbetonarbeiten
Sind auf ein Mindestmaß zu reduzieren, ansonsten den statischen und sonstigen Erfordernissen entsprechend.

4. Naturwerksteinarbeiten
Für Treppenbeläge, Bodenbeläge, Fensterbänke etc. nach DIN

5. Betonwerksteinarbeiten
Wie vor, jedoch mit natursteinähnlicher Oberfläche.

6. Zimmerarbeiten
Zimmermannsmäßige Konstruktionen aus europäischen Nadelhölzern Güteklasse II, Eiche und Brettschichtholz für Dachkonstruktionen, Decken, Anbauten, Vorbauten, Fachwerk und Holzskelettbauweise. Ingenieurmäßige Konstruktionen je nach Erfordernissen, Imprägnierung auf Salzbasis.

7. Abdichtungsarbeiten
gemäß DIN 18336 gegen drückendes Wasser
gemäß DIN 18337 gegen nicht drückendes Wasser.

8. Dachdeckerarbeiten
Dacheindeckung mit Tonziegeln, naturrot als Strangdachziegel (z.B. Bieberschwanzziegel etc.) oder Preßdachziegel (z.B. Falzziegel etc.), Naturschiefer in verschiedenen Deckungsarten. Je nach örtlichen Gegebenheiten Blecheindeckungen mit Zinkblech oder vorbewittertem Titanzinkblech mit Stehfalz oder Kupferblech (keine Trapezbleche, Wellfaserplatten o.a.). Betondachsteine sind in Ausnahmefallen möglich. Giebel- und Wandbekleidungen, je nach örtlichen Gegebenheiten, mit Tonziegeln, Naturschiefer, Holzschindeln, Wettbrettern oder Brettschalung.

9. Klempnerarbeiten
Titanzinkblech- oder Kupferrinnen, -röhre, -kehlen usw.

10. Innenputzarbeiten
Wasserdampfdurchlässige und feuchtigkeitsreduzierende Putze wie Luftkalk-, Kalkgips- und Lehmputze, Gipskartonplatten ohne Schaumdämmstoffe. Bei der Verwendung von Gipsmörtel ist Naturgips zu verwenden.

11. Außenputzarbeiten
Wasserabweisende aber dampfdurchlässige Putze aus hydraulischem Kalkmörtel, Traßkalkmörtel, Kalkzementmörtel, möglichst aus Traßzement, Edelputze und sonstige mineralische Putze.

12. Fliesenarbeiten
Wand- und Bodenfliesen, Grobkeramik etc. innen und außen je nach Erfordernissen.

13. Estricharbeiten
Entsprechend DIN 18353 als Verbundestrich oder schwimmender Estrich, je nach Erfordernissen bzw. als Trockenunterboden - Konstruktion (Trockenestriche). Grundsätzlich sind die Dämmschichten mit mineralischen Materialien auszuführen. Schaumkunststoffe können nur ausnahmsweise nach Zustimmung durch die örtliche Dorferneuerungsbehörde verwendet werden.

14. Schreinerarbeiten
Holzfenster, Holztüren, Holztreppen und - gelandet jeweils nur aus heimischen Hölzern. Sonstige Einzelheiten der Ausführung und Gestaltung sind vor Baubeginn abzustimmen (z.B. Kastenfenster, Verbundfenster, Isolierglasfenster, Flügelgliederung etc.) Holzbekleidungen, Holzfensterbänke mit Zink- oder Kupferblechabdeckungen (kein Alu), Holzklappläden, Holzrolläden, Tore aus heimischen Hölzern.

15. Metallbau- und Schlosserarbeiten
Geländer, Umwehrungen, Einfriedungen je nach örtlichen Gegebenheiten, Vordächer aus Stahlprofilen mit Sicherheitsglaseindeckung, in besonderen Fällen z. B. Fenster oder Türen aus Stahl. Konstruktionselemente und Verbindungsmittel aus Stahl sind dann sinnvoll, wenn die Materialgerechtigkeit und Wiederverwendung gewährleistet sind.

16. Innenanstricharbeiten
Je nach Untergrund Kalkfarbe, Silikatfarbe, Silikonharzfarbe, Dispersionssilikatanstrich bis max. 5% Kunststoffanteil (sd - Wert 0,8), o.ä.

17. Außenanstrich
Je nach Untergrund mineralische Farben, Silikatfarben etc. Bei allen Anstrichen ist auf eine ausreichend hohe Wasserdampfdiffusionsfähigkeit zu achten. Anstrichstoffe, die die Dampfdiffusion entscheidend hemmen, sind nicht zu verwenden.

18. Bodenbelagsarbeiten
Parkettböden, Holzdielen, Keramikfliesen und sonstige Steinböden, Linoleum, Latex oder Naturharzkleber. Wegen der relativ kurzen Lebensdauer ist auf die gängigen Teppichbodenbeläge, meist mit hohem Kunststoffanteil, zu verzichten. Gleiches gilt für PVC -Beläge, die gesundheitlich ebenfalls nicht unbedenklich und im Brandfall hochgiftig sind.

19. Tapezierarbeiten
Rauhfaser und sonstige Tapeten als Papiertapete etc.

20. Wärmedämmarbeiten an baulichen Anlagen
Grundsätzlich sind organische und mineralische Dämmaterialien zu verwenden ( Kork, Holzwolle-Leichtbauplatten, Blähton, Schaumglas, Steinwolle, Glasfaserdämmung usw.). Nicht zu verwenden sind Dämmaterialien aus Schaumkunststoffen (Polystyrolhartschaum, EPS-Hartschaum, Polystyroextruderschaum, Styropor etc.) Mehrschichtleichtbauplatten mit den zuvor genannten Schäumen sind bei der Dämmung von baulichen Anlagen ebenfalls auszuschließen.

21. Sanitär- und Elektroinstallationen
Neuzeitliche funktionsgerechte Anlagen entsprechend den einschlägigen Vorschriften, DIN - Normen und Richtlinien sind zu beachten.

22. Heizungsinstallationen
Heizungsanlagen mit Regeltechnik und Warmwasserbereitung als zentrale Warmwasserheizung bzw. Warmluftheizung für feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe, sofern sie nachweislich energieeinsparend und umweltverträglich sind.
Regeltechnik:
  • Heizkörperthermostate,
  • Aussentemperaturregelung,
  • Nachtabsenkung,

Brennstofflager:
  • je nach Anlage und Erfordernissen

Wärmepumpen und solartechnische Anlagen, Wärmerückgewinnung.

Unter Umständen sind für die Ausführung der Einzelgewerke besondere Regelungen erforderlich. Der Grundsatz zu Verwendung von natürlichen bzw. naturnahen Baumaterialien ist jedoch auch dann zu beachten.



  Literaturempfehlungen:
 

© by N. Franzen; technische Unterstützung: faßnacht(IT), Access Forum

Allgemeine Infos
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Förderfähige Materialien und Gewerke (Hessen)