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Inhalte dieser Seiten zum Leitfaden 2000 wurden durch das Hessische
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung erarbeit,
nicht durch das Geographische
Planungsbüro!
Sie dienen nur der
Information über das Hessische Dorferneuerungsprogramm. |
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Leitfaden
2000
Vorbereitung
Ziele:
Entscheidungsfindung über die
Auswahl als potenzieller Förderungsschwerpunkt. Die Gemeinde setzt
sich mit den Zielen und Inhalten der Dorfentwicklung auseinander und überträgt
sie auf die örtliche Situation.
Schritte zum Ziel:
- Informationsvermittlung über
allgemeine Ziele und das Aufnahmeverfahren
- Erörterung und Einführung
in die Verfahrensabläufe
- Zusammenstellung vorhandener
Strukturdaten (soziokulturell, sozioökonomisch, baulich-räumlich,
ökologisch) mit der Gemeindeverwaltung (basierend auf
Informationen durch nebenstehende Akteure)
- Darstellung der im Ort vorhandenen
Problemlagen, Mängelsituation, Stärken und Schwächen,
Entwicklungsansätzen, erste Projektideen
Ergebnisse:
- Kommunale Entscheidung über
die Antragsstellung zur Aufnahme als Förderschwerpunkt
- Begründeter Antrag auf
Anerkennung als Förderschwerpunkt durch die Gemeinde für
einen Ort
- Bericht zur Antragsstellung
durch die Dorfentwicklungsverwaltung
- Vorschlag an das
Fachministerium
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Akteure:
- Gemeinde (alle
Verwaltungsressorts, Parlament)
- Dorfentwicklungsverwaltung
- Dorf (Ortsbeirat,
Vereine/örtliche Gruppen, Kirchen etc.)
- Fachbehörden/Fachinstitutionen
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Zeitlicher
Rahmen:
6 Monate
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Akteure:
- Bürgerinnen und Bürger
(Vereine, Gruppen, Initiativen)
- Ortsbeirat
- Gemeinde (Verwaltung und
Parlament)
- Dorfentwicklungsverwaltung
- Fachbehörden/Fachinstitutionen
· Fachbüro(s)
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Konzeptentwicklung
Ziele:
Intensive Auseinadersetzung aller Bürgergruppen
mit ihrem Ort zu allen Themen, die für die Verbesserung der dörflichen
Lebensqualität von Bedeutung sind. Abstimmung über zu
verfolgende Handlungsansätze zwischen Gemeinde, Ortsbeirat, Bürgerinnen
und Bürger und Fachbehörden.
Gemeinsame Festlegung von Projekten zur
Weiterentwicklung der Dorfentwicklung in den ortsspezifisch
auszufomulierenden Ansatzpunkten, z.B. baulich-räumliche Situation,
optisch-gestalterischer Zustand, Dorfökologie, Infrastruktur,
Kultur, Landwirtschaft, Ökonomie, Soziales.
Schritte zum Ziel:
Die Konzeptentwicklung verzahnt zwei sich
gegenseitig ergänzende Säulen, die Bürgerarbeit und die
Projektarbeit.
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| Das
Dorfentwicklungsverfahren beginnt mit der Anerkennung als Förderungsschwerpunkt
durch das Fachministerium. |
Gemeinde und
Dorftentwicklungs- verwaltung stimmen das Verfahren ab und leiten
mit ersten Arbeitsschritten die Konzeptentwicklung ein:
- Die Verwaltung für
Dorfentwicklung vergibt den Auftrag für die
Moderationsarbeiten
- Die Berichte der Gemeinde zur
Antragsstellung und der Dorfentwicklungsverwaltung für die
Anerkennung als Förderschwerpunkt werden aktualisiert und
dienen als Informationsgrundlage für die Moderation.
- Die örtliche Bevölkerung
wird von der Gemeinde, der Dorfentwicklungsverwaltung und
gegebenenfalls schon von dem Moderationsbüro über die
Ziele und den Ablauf der Dorfentwicklung in Hessen informiert.
- Die Gemeinde kann einen
Architekten mit der Beratung privater Sanierungsinteressenten
beauftragen.
- Die Verwaltung für
Dorfentwicklung benennt in Abstimmung mit der Gemeinde das
Gebiet zur Förderung von Privatmaßnahmen. Die Förderfähigkeit
der einzelnen Maßnahmen definiert sich aus der
Dorferneuerungsrichtlinie.
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| 1. Säule: Bürgerarbeit: |
2. Säule: Projektarbeit |
| Analyse von aktuellen Stärken
und Schwächen mit umfassendem Ansatz, d.h. alle realisierbaren
Themenschwerpunkte, auch die, die über die Fördermöglichkeiten
des Dorferneuerungsprogrammes hinausgehen. |
Auswahl der
wichtigsten öffentlichen Handlungsfelder (ggf. Bildung von
Arbeitsgruppen) |
| Herausarbeiten von
identitätsstiftenden Merkmalen und deren Wandel. |
Klärung öffentlicher
und öffentlich wirksamer Projekte, ggf. schon erste
Projektdurchührung (einschl. Konzept- und Planungsarbeiten) |
| Erarbeiten eines
Leitbildes für die örtliche Entwicklung, konkretisiert
durch mittelfristige Zukunftsvorstellung, die vom Dorf und der
Gemeinde angestrebt werden. |
Projektbeschreibungen
(Projektziele, Inhalte/Arbeitsschritte, Zeit- und Organisationsplan,
ggf. Personal-/Sachmittelbedarf, Finanzierungsträgerschaft,
Kosten) |
| Bildung, Betreuung,
Begleitung, Stützung thematischer Arbeitsgruppen durch Fachbüro(s),
Aufbau ihrer Kompetenzen in Vorbereitung des Arbeitskreises
Dorfentwicklung. |
Konsensfindung und
Abstimmung über Priorität, Weiterführung bzw.
Abschluss oder Abbruch von Projekten |
| Zusammenstellung von
Ideen und Maßnahmen, die für den Ort eine Bedeutung
haben, wie kulturelle und soziale Themen, Themen wie Ökonomie,
Infrastruktur, Landwirtschaft, Ökologie oder baulich-räumliche
Situation. |
Kooperation und
Koordination mit Fachbehörden und anderen Institutionen bezüglich
eigener Planungs-, Umsetzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten |
| Darstellung von
Entwicklungszielen, Handlungsfeldern und Projektideen sowie der
Diskussion als Ausgangsgrundlage für das
Dorf-Entwicklungs-Konzept. |
Konstituierung des
Arbeitskreises Dorfentwicklung |
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Ergebnisse:
Umsetzungsorientiertes örtliches
Entwicklungskonzeptzur
Verbesserung der dörflichen Lebensqualität: Es soll gemeinsam
mit allen Akteuren der Phase der Konzeptentwicklung, dem Arbeitskreis
Dorferneuerung und der Gemeinde vom Moderationsbüro formuliert
werden. Es bildet die Grundlage für alle zukünftigen
relevanten Schritte.
Inhalte
1. Ausgangslage / Bestandsaufnahme
2. Stärken-Schwächen-Analyse
3. Leitbild und Zielfestlegung
4. Handlungsfelder
5. Projekte / Plannungen
6. Aktionsprogramm
- Prioritätenfestlegung
- Organisations- und
Aufgabenzuweisungen
- Zeitrahmen
- Finanzierungsvorstellungen
Das Dorf-Entwicklungs-Konzept
Wird in einem Koordinationstreffen
abschließend unter Federführung der Dorfentwicklungsbehörde
diskutiert.
Zu beteiligen sind: Bürgerinnen
und Bürger, Gemeinde, Ortsbeirat, Fachbüro(s) Arbeitskreis,
Dorfentwicklung. Zu diesem Zeitpunkt sind die örtlichen
Finanzierungsvorstellungen auf Landesebene abzustimmen (Feststellung des
förderfähigen Gesamtinvestitionsrahmens).
Beschluss der Gemeinde:
- Dorfentwicklungskonzept
- Kommunaler Investitionsrahmen
Öffentlichkeitswirksame Präsentation
(z.B. Faltblatt, Info-Heft, Zeitung)
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Zeitlicher Rahmen:
8 Jahre (bis zum Ablauf der
Laufzeit)
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Akteure:
- Bürgerinen und Bürger
- Ortsbeirat
- Gemeinde
- Arbeitskreis Dorfentwicklung
- Dorfentwicklungsverwaltung
- Ggf. Fachbehörden /
Fachinstitutionen
- Fachbüro(s)
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Umsetzung
Ziele:
Realisierung der im Dorf-Entwicklungs-Konzept
entwickelten, regelmäßig zu überprüfenden und der
aktuellen Bedarfssituation anzupassenden Handlungsansätze sowie
Weiterentwicklung des Dorf-Entwicklungs-Konzeptes
Schritte zum Ziel:
- Unterstützung Arbeitskreis
- Umsetzungsorientierte Fortführung
(Planung, Moderation, etc.) der in der Konzeptentwickelten Projekte
und Maßnahmen
- Gegebenenfalls weitergehende
Beauftragung entsprechender Fachbüro(s) durch die Gemeinde
(z.B. für städtebaulichen Rahmenplan, Moderation)
- Berücksichtigung weiterer
aktueller lokaler und regionaler Entwicklungen in den
Dorfentwicklungssprozess
Ergebnisse:
Durchgeführte Projekte
Bilanzierungstermine:
- Darstellung der Verfahrensstände
- Überprüfung und
Fortschreibung des Dorf-Entwicklungs-Konzeptes und des förderfähigen
Gesamtinvestitionsrahmens
- Festlegung der weiteren
Verfahrensschritte
- Verantwortliche Personen benennen,
Ziele und Inhalte des folgenden Bilanzierungstermins festlegen
Die Bilanzierungstermine sollen
mindestens einmal im Jahr unter Federführung der
Dorfentwicklungsverwaltung und Beteiligung von Gemeinde, Arbeitskreis
und/oder projektbezogenen Verantwortlichen, ggf. Fachbüro(s) und
Fachbehörden durchgeführt werden. |
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