Alle Inhalte dieser Seiten zum Leitfaden 2000 wurden durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung erarbeit, nicht durch das Geographische Planungsbüro!
Sie dienen nur der Information über das Hessische Dorferneuerungsprogramm.
 
Vorwort
Grundsätze und Ziele
Dorfentwicklung
Leitfaden Dorfentwicklung 2000
Kriterien
Fördergrundsätze
Impressum
Vorwort von Dieter Posch, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Zu den vorrangigen Zielen der hessischen Landesregierung gehört es, die Vielfalt der ländlichen Regionen Hessens mit ihren Dörfern zu bewahren und weiterzuentwickeln. Wir wollen dort nicht nur die hohe Lebensqualität erhalten, sondern insbesondere auch die Menschen ermutigen, verstärkt Eigeninitiative zu entfalten, um alle Zukunftschance nutzen zu können.

Die Motivation zur Eigeninitiative ist auch einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren des hessischen Dorferneuerungsprogrammes. Dieses Programm stellt ein effektives landespolitisches Instrument dar, das auch auf die Gegebenheiten ländlicher Regionen in besonderer Weise ausgerichtet ist. Es leistet nicht nur finanzielle Hilfe zur umfassenden Strukturverbesserung durch Investitionen. Das Dorferneuerungsprogramm begleitet darüber hinaus einen von Experten begleiteten Verfahrensablauf, der modernste Formen der Bürgermitwirkung vorsieht und praktische Hilfe zu Umsetzung von Ideen und Initiativen in Projekte leistet.
Zur Wahrung der Qualität solcher Verfahrensabläufe bedarf es einer ständigen Zielkontrolle mit Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen und neue Anforderungen. In diesem Sinne wurde nun der Verfahrensablauf des hessischen Dorferneuerungsprogrammes nach aktuellen Erfordernissen weiterentwickelt.
Wichtigste Fördergrundlage ist künftig nicht mehr ein detailliert ausgearbeiteter Dorfentwicklungsplan, sonder ein flexibles Dorf-Entwicklungs-Konzept. Es entsteht innerhalb weniger Monate unter aktiver Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger in moderierten Arbeitsgruppen und weist dann bereits die umsetzbaren Prjekte und deren Finanzrahmen aus.
Dies hat zur Folge, dass sich die Zeitspanne zwischen der Aufnahme des Ortes als Förderschwerpunkt und des Beginns der Förderung investiver Maßnahmen deutlich verkürzt.
Das Dorf-Entwicklungs-Konzept enthält keine gezeichneten Pläne, sondern nur die zur Umsetzung des Entwicklungsprozesses notwendigen Zielaussagen, Projekte und Ablaufvereinbarungen. Komplexe und zeitraubende Fachplanungen, die bislang Bestandteil des Dorfentwicklungsplanes waren, werden im Dorf-Entwicklungs-Konzept als Projekte ausgewiesen und in den nachfolgenden Umsetzungsphasen durchgeführt. Die Verschlankung der Konzeptentwicklung soll dazu beitragen, dass eine möglichst große Bandbreite von Themen behandelt werden kann.
Der Leitfaden Dorfentwicklung 2000 soll die an der Dorferneuerung Beteiligten und Interessierten über den künftigen Ablauf der Dorferneuerungsverfahren informieren. Im Sinnes eines Abreisthandbuches beschreibt er die notwendigen Schritte und die Anforderungen für deren Ausgestaltung.